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Totalprothetik

Die Totalprothese nach Prof. Dr. Gutowski

Die Totalprothese stellt für jeden Patienten eine besondere, extreme Herausforderung dar, weil sie einen Kompromiss zu den eigenen, "verlorenge-
gangen" Zähnen darstellt.

Die Natur hat ihre eigenen Gesetze:
Der Blinddarm war in der Entwicklungsgeschichte
des Menschen ein wichtiger Darmabschnitt. Durch
Veränderung der Ernährungsweise wurde er zurückgebildet.

Ähnlich verhält es sich mit dem Kieferknochen. Werden Zähne gezogen, bildet sich der
Kieferknochen in diesem Bereich zurück. Dies ist ein natürlicher, nicht zu verhindernder
Vorgang. Dabei bildet sich der von der Natur aus schmalere Unterkiefer schneller und
umfassender zurück:

Jede Totalprothese hält ausschließlich durch Saugwirkung ! (Die Prothese wird durch Unterdruck gehalten.) Ist nicht mehr ausreichend Kiefer vorhanden, ist es schwierig, die Prothese zum Saugen zu bringen.

Eine Prothese saugt besser auf unbeweglicher Schleimhaut. Ist der Knochen reduziert,
verursachen die Bänder und Muskelansätze eine stärkere Beweglichkeit der Schleim-
haut. Aus diesem Grund verlieren die Prothesen in Funktion den Halt zum Untergrund.
Im Unterkiefer spricht man sogar davon, dass die Prothese nur zwischen Zunge und
Lippe schwimmt.

Was tun?
Es gibt ein Prothesenherstellungssystem, bei dem der Versuch unternommen wird, diese
Probleme zu reduzieren: die Totalprothesensystematik nach Prof. Dr. Gutowski.
Dabei werden aufwändige Abformungen des Kiefers vorgenommen, der Versuch unter-
nommen, die Bisshöhe wiederzufinden sowie die persönlichen Winkel-, Abstands- und
Hebelverhältnisse der Kiefer ermittelt.
Nach der Fertigstellung werden die Zähne im Simulationsgerät noch einmal nachjustiert,
um somit die Passung zu optimieren.

Der Gesamtaufwand ist mehrfach höher als bei einer herkömmlichen Prothese, findet
sich im Tragekomfort wieder.

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